Stuttgart ohne Nazis
Gemeinsame Erklärung


Gemeinsame öffentliche Erklärung
von antifaschistischen Bündnissen aus
Celle, Dortmund und Karlsruhe

Für Demokratie und Weltoffenheit

Unsere Städte haben den Anspruch weltoffen zu sein. Menschen vieler Nationalitäten, Kulturen und Religionen sind hier zu Hause. Humanität, Solidarität und demokratischer Umgang sind die Grundwerte unseres kommunalen Zusammenlebens. Das solidarische Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft in unseren Städten wird ihre Zukunft sein. Damit wir dieses Ziel erreichen, müssen wir uns heute entschlossen für Menschenwürde und Freiheit einsetzen.

Wir wollen auch morgen in einer offenen und demokratischen Gesellschaft leben. Daher gilt es besonders wachsam zu sein gegenüber allen nationalistischen, rassistischen und fremdenfeindlichen Ideologien und Aktionen. Das ist eine der wichtigen Lehren aus der Nazi-Gewaltherrschaft.

Deshalb erklären wir, dass Aufmärsche von Neonazis - wie der für den 28. Januar 2006 geplante - in unseren Städten unerwünscht sind. Mit ihren Parolen, Aktionen und Gewalttaten stehen die Neonazis außerhalb der demokratischen Gesellschaft und ihrer Grundwerte. Was sie fordern und tun, ist mit demokratischer Kultur nicht vereinbar. Ihre Parolen dürfen bei uns und anderswo kein Gehör finden.



Antifaschistisches Bündnis "Buntes Haus" Celle

Bündnis Dortmund gegen Rechts

Antifaschistisches Aktionsbündnis Karlsruhe



Ferner unterstützen diese Erklärung die Initiatoren von Bündnissen gegen Rechts in:

Stuttgart (Stuttgart ohne Nazis)
und
Lüneburg.


Dorthin wollen die Neonazis mit ihren Aufmärschen ausweichen, nachdem ihre Aktionen in Celle und Karlsruhe verboten wurden. Auch aus Lüneburg liegt inzwischen ein Verbot vor.



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